Manu Chao

José-Manuel Thomas Arthur Chao ist der bürgerliche Name des Künstlers Manu Chao. Auch bekannt unter dem Pseudonym Oscar Tramor ist Manu Chao ein französischer Sänger mit spanischer Abstammung. Der Stil des Musikers kann man mit dem Begriff Reggae gut beschreiben.

Werdegang von Manu Chao

Manu Chao war der Sohn eines galicischen Journalisten und einer aus Baskenland stammenden Mutter. Beide flüchteten aus dem faschistischen Regime von Franco in die Stadt Paris, in der Manu Chao aufwuchs. Seine heutige Heimat ist das französische Marseille und das spanische Barcelona. In den Jahren 1987 bis 1995 bezeichnete man ihn, als kreativen Kopf der Band Mano Negra. Ein aktives Gründungsmitglied der Band war außer Manu selbst, noch sein Bruder Antoine Chao. Im Jahre 2000 gelang es ihm mit der Single Bongo Bong den europäischen Musikmarkt zu erobern. Clandestino, Proxima Estacion und Esperanza erreichten unter den veröffentlichten Alben einen Platinstatus. Inhalt der Texte war die allgemeine Situation der Menschen sowie der Imperialismus und Kolonialismus. Er sang darüber, wie Migranten aufgenommen wurden und welche Lebensbedingungen sie hatten. Unter den Liedern gab es natürlich auch klassische Liebeslieder.

Anfängliche Projekte

Mano Negra gründete zusammen mit anderen Bands das Projekt Caravane. Sie tourten durch Frankreich und sorgten in benachteiligten Städten für ein überdurchschnittliches Programm an Unterhaltung.

Zahlreiche Besuche in Lateinamerika, alleine oder zusammen mit anderen Bands ermöglichten Beteiligungen an anderen Projekten. Malquiades war der Name eines Projekts, das sogar von der französischen Regierung unterstützt wurde. Hierfür wurde das inneren eines Frachtschiffes umgebaut. Der Umbau zeigte eine Pariser Straße, die auf der Tour und dem Besuch von lateinamerikanischen Städten den Einwohnern das französische Land näher bringen sollte. Die Tour dauerte vier Monate und durchdrang 15 verschiedene Länder.

Im Jahre 1993 reparierte Chao mit einigen Freunden einen Zug und tourte durch Kolumbien. Auf dieser Reise veranstalten sie viele Theateraufführungen und Feste. Hierbei wurden die Kontrollen des Militärs zu ihrem ständigen Begleiter.

Ein Sammelbegriff für mehrere Projekte ist außerdem Radio Bemba. Musiker und Künstler schlossen sich mit Manu Chao zusammen und bildeten eine kollektive Gemeinschaft. Noch heute tritt die Gemeinschaft unter einigen Pseudonymen in Frankreich und Spanien auf. Sie entschieden sich für Pseudonyme, um dem Medienrummel zu entgehen.

Der Beginn der Solokarriere

Währen den vielen Reisen entstanden die unterschiedlichsten Eindrücke welche die musikalische Ebne der Band veränderte und prägte. Bei der Tour mit dem Zug, kam es immer wieder zu Konflikten innerhalb der Band. Einige der Mitglieder waren nicht mehr bereit, sich den Strapazen der Tour zu stellen. Manu Chao gab jedoch nicht auf und startete seine Solokarriere. Zuerst kehrte er vier Jahre lang Frankreich den Rücken und konzentrierte sich auf Lateinamerika. Ebenfalls zog es ihn immer wieder nach Spanien, wo er auch in einigen Projekten involviert war.

1998 kam das erste Soloalbum Clandestino auf den Markt. Das Album soll der restlichen Welt mit den Texten der Lieder schildern, wie die südamerikanische Bevölkerung das Leben und die Liebe in ihre Mentalität einbinden. Den größten Erfolg verzeichnete Chao mit dem Album Bongo Bong. Damals zeigten sich erstmalige elektrische Elemente, die auch bis in die USA vordrangen. Das Album Clandestino brachte zahlreiche Auszeichnungen mit sich. Weltweit verkaufte es sich über zwei Millionen mal.

Das zweite Album Proxima Estacion ging ein weiterer Verkaufsschalger hervor. Der Titel Esperanza sorgte im Jahr 2001 für den nötigen Erfolg. Die Videos wurden bei den großen Fernsehsendern ausgestrahlt und sorgte für massige Einschaltquoten.

Im Jahre 2004 kommt eine chanson-artige CD auf den Markt. Sibérie M’était Contéee kam zusammen mit einem Kinderbuch in den Handel. Hierbei kam Manu Chao in den Genuss, einen anderen Berufszweig kennenzulernen und sich dem Beruf des Buchmachers anzunehmen.

Seine vielen Projekte waren Grund dafür, dass das nächste Album erst im Jahre 2007 unter dem Namen La Radiolina auf den Markt kam. Das Ergebnis kann sich jedoch sehen lassen. Über 250.000 Mal wurde die Auskopplung aus dem Album Rainin in Paradize heruntergeladen – und das innerhalb von nur zwei Wochen.

Im Jahre 2009 erschien das Album Baionarene, dass eine Liveauskopplung des Auftrittes seiner großen Erfolge war.

Der Erfolg von Manu Chao

Sprachlich sowie musikalisch hat Manu Chao einiges zu bieten. In den Sprachen Portugiesisch, Spanisch, Italienisch, Galicisch, Französisch, Arabisch, Englisch, Wolof und Portuñol sorgte er für jede Menge Abwechslung. Es kam auch schon vor, dass er mehrere Sprachen in nur einem Titel vereinigte. Die Texte zeigen, was für ein Talent in ihm steckt. Gedichte, Kindergeschichten und Märchen ermöglichen ihm stets, dass sich Manu Chao frei entfalten kann.

Manu Chao verzeichnet mit den Alben Clandestino und der Singleauskopplung Esperanza hervorragende Ergebnisse in der Musikwelt. Er wollte stets die Menschen über die verschiedenen Völker aufklären und besonnte sich deshalb darauf, seinen Texte auf diesen Tatsachen aufzubauen. Musikalisch ergaben sich stets fantastische Ergebnisse, die auch als Videos optimal zu Geltung kamen. Die Texte von Liebe, Nächstenliebe und der Globalisierung waren ihm wichtige Details, die er an die Menschen weitergeben wollte und dies auch noch immer tut. Seine Erfahrungen machten aus ihm einen erstklassigen und multifunktionalen Künstler in allen Bereichen der Musik. Seine musikalischen Erfolge brachten ihm eine große Fangemeinde ein, die bis heute noch treu hinter ihm stehen.