Ein Sohn spanischer Eltern, 1961 in Frankreich geboren und aufgewachsen, macht Furore. Manu Chao, eigentlich José-Manuel Thomas Arthur Chao, ist Künstler durch und durch. Sein Vater, Ramon Chao war ein hoch begabter Journalist und Musiker, seine Mutter, Felisa Chao war Künstlerin. Der jüngere Bruder Antoine gründete mit Manu die Band Mano Negra. Wie man sieht: eine Künstlerfamilie wie sie im Buche steht. In den Vororten von Paris gestaltete sich das Leben von Manu in zwei Bereiche. Im Elternhaus wurde Wert gelegt auf die spanische Sprache, während er auf der Straße mit seinen Freunden und Brüdern französisch präsentierte. Einige der damaligen Kinder und Freunde sind Mitglieder der Band.
Die beiden Bands Hot Pants und Los Carayos, die von 1986-1994 existierten, waren bereits im Fernsehen bekannt. Manu spielte Gitarre, während sein Bruder Antoine das Klavier bevorzugte. Manu engagierte sich für sozial schwache Menschen und bot unzählige Auftritte in Kooperation mit anderen Künstlern. So entstand die Band Caravane. Manu reiste nach Südamerika und durch die Wanderschaustellergruppe Royal de Luxe trieb es ihn immer wieder nach Lateinamerika. Diese beiden Künstlergruppen kauften ein Frachtschiff und bereisten 15 Länder und 40 Städte. Mit ihren Auftritten in über 100 Konzerten versuchten sie, die französische Kunst in Form von Malerei und Musik zu präsentieren. Von Santa Marta bis Bogota erstreckte sich ein weiteres Projekt per ausrangiertem und neu aufgebessertem Zug. Theater, Musik und Kunstwerke sollte die Menschen in Lateinamerika berühren.
Manu Chao setzt seine Band jedes Jahr neu zusammen. Seine Kreativität ist grenzenlos, ebenso wie seine Inspiration und Intuition, neues auf den Weg zu bringen. Die Reisen nach Lateinamerika haben deutliche Spuren hinterlassen. Seine Alben “Puta’s Fever” und “King of Bongo” profitierten davon. Klangschalen hinterließ das Soloalbum Clandestino, das wertvolle Preise gewann und der Öffentlichkeit zu mehr Musik verhalf. Manu Chao lernte durch seine Reisen und Auftritte die Gegensätze der Menschheit kennen und benannte sie deutlich in seinen Liedern. Für Aufregung sorgte seine 1999 erschienene Single Bongo Bong. Mit viel Melancholie und den Themen Angst und Liebe ist sein zweites Album 2002 erschienen mit dem Titel Próxima Estación: Esperanza. Nach einer Ruhephase tritt Manu seit 2007 wieder live auf. Seither reist er über viele Kontinente und hat sich weltweit einen Namen gemacht. Trotz einiger Neider und Kritiker aus der Szene setzte er sich durch und veröffentlicht weltweit seine Musik im Stil von Rock, Rap, Ska, Reggae, aber auch Chanson, Salza, Flamenco und Rai.
